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TU Berlin

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Tutorienplanung

An der TU Berlin werden häufig zusätzlich zu den Vorlesungen stoffvertiefende Übungen in Kleingruppen, sogenannte Tutorien, angeboten. Sie werden meistens von studentischen Hilfskräften, den Tutoren, gehalten. Im Rahmen der Neustrukturierung und der damit einhergehenden Zusammenfassung der Mathematikkurse im Jahre 2003 verringerte sich die Anzahl der verschiedenen Mathematikkurse erheblich. Allerdings stieg damit auch die maximale Anzahl an Teilnehmern pro Kurs. Damit wurden jedoch verschiedene organisatorische Aufgaben komplizierter, z. B. die Einteilung der Studierenden in die Tutorien. Diese Einteilung wurde bei einer Teilnehmerzahl von bis zu 2.300 Studierenden pro Kurs zu einer großen Herausforderung, welche mit den alten Methoden nicht bewältigt werden konnte.

Daher wurde am innoCampus ein neuer Prozess zur Tutoriumsvergabe entwickelt. Kurz vor Beginn jedes Semesters geben die Veranstalter der teilnehmenden Kurse über eine Eingabeoberfläche alle möglichen Tutorientermine und Räume sowie Sperrzeiten ihrer Veranstaltung an. Anschließend melden sich die Studierende online für einen Platz in einem Tutorium der teilnehmenden Veranstaltungen an. Zusätzlich können sie Zeitpräferenzen für ihre Tutorientermine angeben. Diese Daten werden gesammelt und zu einem Stichtag so ausgewertet, dass alle betroffenen Studierenden überschneidungsfrei Tutoriumsplätze für die von ihnen gewählten Veranstaltungen zugewiesen bekommen. Unter allen verschiedenen überschneidungsfreien Lösungen ermittelt unser Algorithmus nun eine, in der die Zeitpräferenzen aller Studierenden insgesamt am besten berücksichtigt werden.

Anmeldung eines Tutoriums durch den Veranstalter
Diese Ansicht zeigt die Anmeldung eines Tutoriums durch den Veranstalter im Tutorienplanungsfeature der Stundenplanungssoftware Moses

Statistiken zur Tutorienplanung

Die Tutoriumsplanung ist seit dem WiSe 2004/05 an der TU Berlin im Einsatz. Begonnen wurde zunächst mit der Koordination der fünf größten Mathematik-Veranstaltungen mit 163 Tutorien. Die Teilnahme an der Koordination ist für die Veranstalter freiwillig. Die Anzahl der teilnehmenden Veranstaltungen hat sich kontinuierlich erhöht und lag im WiSe 2016/17 bei 87 Veranstaltungen mit 1.156 Tutorien und insgesamt fast 10.000 teilnehmenden Studierenden. Damit sind nun die größten Lehreranstaltungen der TU Berlin mit Tutorien erfasst.

 

An der TU Berlin erfüllten im Sommersemester 2016 die optimierte Tutorienverteilung 92% der angegebenen Raumwünsche der Veranstalter. Die restlichen 8% wichen auf ihre zweitpriorisierten Räume aus. In 100% der Zuteilungen wurden Tutorien in Räume gelegt, die allen Erfordernissen der Veranstalter entsprachen.

 

 

Darüber hinaus konnten die Terminwünsche der Studierenden größtenteils erfüllt werden. Nur in etwa 2% der Fälle wurde ein ungewünschter Termin zugeteilt.

Forschung

Die Tutorienplanung mit Moses basiert auf Forschung des innoCampus, die in folgendem Paper veröffentlicht wurde:

HÖNER, J.; LACH, G.; ZORN, E. An IP-based model for the post-enrollment-based course timetabling problem at TU Berlin. MISTA, 2015, S. 331-344.