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TU Berlin

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Klausurplanung

Die Klausurplanung ist seit dem SoSe 2010 an der TU Berlin für die Klausuren der Bachelorstudiengänge im Einsatz. Vor der Optimierung des Klausurenplans waren mehr als 25% der Klausuren von Überschneidungen betroffenen. Dabei handelte es sich um die größten Klausuren, wodurch sehr viele Studierende betroffen waren. Mit unseren Optimierungsmethoden konnten wir erstmals einen komplett überschneidungsfreien Plan berechnen und dabei die Terminwünsche der Klausurveranstalter bestmöglich berücksichtigen.

Beispiel eines Klausurplans für einen großen Hörsaal
Screenshot einer Oberfäche zum Anzeigen eines Klausurplans in der Stunden- und Raumplanungssoftware Moses

Über eigens entwickelte Weboberflächen geben die Veranstalter alle relevanten Klausurplanungsdaten an, beispielsweise wie viele Teilnehmer erwartet werden und welche Räume bzw. Termine der Veranstalter präferiert.

Nachdem alle Veranstalter ihre eigenen Daten vervollständigt und über die Weboberfläche bestätigt haben, wird vom Administrator die Optimierung für den gesamten Klausurplan gestartet. Der überschneidungsfreie Plan, der alle Wünsche bestmöglich (eine bessere Lösung existiert nachweislich nicht ) berücksichtigt, wird dann für alle Veranstalter freigeschaltet. Überschneidungsfreier Plan bedeutet, dass keine Studierendengruppe eines Studiengangs innerhalb eines Semesters gezwungen ist, an zwei Klausuren zeitgleich, am selben Tag oder an aufeinander folgenden Tagen teilzunehmen. Es wird somit ein Mindestabstand von einem Tag gewährleistet.

Nachdem der Klausurplan berechnet wurde, wird dieser für die Veranstalter über eine Weboberfläche zur Einsicht Ihrer zugewiesenen Termine und Räume freigeschaltet.  Die Veranstalter haben in dieser Übersicht die Möglichkeit sich zu jeder Klausur anzeigen zu lassen, auf welche Termine sie problemlos ausweichen könnte und welche Termine bei einer Verlegung zu Überschneidungen mit anderen Klausuren führen würden.

Planungserfolg in Zahlen

Im Wintersemester 2015/16 konnten an der TU Berlin 89% der Klausuren, für die von den Ausrichtern ein Wunschtermin angegeben worden war, an ebendiesem abgehalten werden. Weitere 4% wurden mit einem Tag Abweichung eingeplant. Nur 7% der Prüfungen bekamen Termine zugeteilt, die vom Wunschtermin um mehr als einen Tag abwichen.

Darüberhinaus hat es seit der Einführung der automatisierten Klausurplanung mit Moses keine Zeitkonflikte zwischen Prüfungen von Pflichtkursen der gleichen Studiengänge mehr gegeben. Ein Tag Vorbereitungszeit konnte ebenfalls garantiert werden. Beides war zuvor nicht immer der Fall.

Forschung

Die Klausurplanung mit Moses basiert auf Forschung des innoCampus, die in folgendem Paper veröffentlicht wurde:

LACH, G.; LACH, M.; ZORN, E. Examination timetabling at Technische Universität Berlin. MISTA, 2015, S. 260-266.